Das Verfahren


Das Verfahrensprinzip des Profilringkaltwalzens mit überwiegend tangentialem Werkstofffluß nach dem Prinzip "Walze - Walzdorn" ist eine heute weltweit zur Anwendung kommende Verfahrensvariante. Beim Aufweitwalzen als einer speziellen Form der Kaltumformung
wird der Ausgangsring (Blank) in den Profilen der rotierenden Werkzeuge aufgenommen.
Mit der Zustellung des Walzschlittens setzen die rotierenden Werkzeuge (Walze und Walzdorn) das Werkstück gleichfalls in Drehbewegung. Durch die Walzkraft wird infolge
der Walzspaltreduzierung eine partielle Umformung erreicht, bei der die Konturen der Werkzeuge auf den zu walzenden Ring übertragen werden
und ein kontinuierliches Ring-
wachstum bis zum Erreichen des gewünschten Durchmessers erfolgt.
Das Endprodukt
ist ein schleiffertiger innen- und außenprofilierter rotationssymmetrischer Ring.

Phasen des Walzprozesses

  1. Zentrierung zwischen Werkzeugen
  2. Anwalzen/ Stabilisierung
  3. Profilierung und Wachstum
  4. Ausprofilierung und Entspannung

 





Gegenber der spanenden Grundformgebung bestehen im Verfahren des Kaltwalzens folgende Vorteile:



  • geringer Materialeinsatz
  • niedrige Bearbeitungskosten
  • verbesserte Gefügestruktur und damit
    gesteigerte Gebrauchseigenschaften
  • minimierte Wanddickenschwankung
  • am Umfang gleichmäßig verteilter Spannungszustand
  • geringerer Härteverzug
  • durch unterschiedliche Aufweitungsverhältnisse
    sind verschiedene Rohlingsabmessungen bei
    einer Fertigteilabmessung einsetzbar


URWA 210 


 Arbeitsraum der UPW 63.1