Das Verfahren


Das Verfahrensprinzip des Profilringkaltwalzens mit überwiegend tangentialem Werkstofffluß nach dem Prinzip "Walze - Walzdorn" ist eine heute weltweit zur Anwendung kommende Verfahrensvariante. Beim Aufweitwalzen als einer speziellen Form der Kaltumformung wird der Ausgangsring (Blank) in den Profilen der rotierenden Werkzeuge aufgenommen. Mit der Zustellung des Walzschlittens setzen die rotierenden Werkzeuge (Walze und Walzdorn) das Werkstück gleichfalls in Drehbewegung. Durch die Walzkraft wird infolge der Walzspaltreduzierung eine partielle Umformung erreicht, bei der die Konturen der Werkzeuge auf den zu walzenden Ring übertragen werden und ein kontinuierliches Ringwachstum bis zum Erreichen des gewünschten Durchmessers erfolgt. Das Endprodukt ist ein schleiffertiger innen- und außenprofilierter rotationssymmetrischer Ring.

Vorteile

- geringerer und flexibler Materialeinsatz
- verbesserte Gefügestruktur
- minimierte Wanddickenschwankung
- am Umfang gleichmäßig verteilter Spannungszustand
- geringerer Härteverzug
 

Phasen des Walzprozesses

1. Zentrierung zwischen Werkzeugen
2. Anwalzenund Stabilisierung
3. Profilierung und Wachstum
4. Ausprofilierung und Entspannung