Durch das Kaltwalzen der Wälzlagerringe entsteht neben materialökonomischen Effekten folgender Anwendungsnutzen:



Der Faserverlauf wird im Gegensatz zum spanabhebend hergestellten Laufbahnprofil nicht mehr geschnitten. Die Fasern verlaufen als Äquidistanten zur Laufbahn. Dadurch erhöht sich die Tragfähigkeit der Lager besonders beim Auftreten von Axiallastkomponenten. Unter gleichen Lastbedingungen ergibt sich für Lager mit kaltumgeformten Innenringen eine ca. 40% höhere Lebensdauer als bei Vergleichslagern mit gedrehten Innenringen. Bei Lagern mit kaltumgeformten Außenringen erhöht sich die Lebensdauer im Vergleich zu gedrehten Außenringen um ca. 10 %. Die Abweichung in der Lebensdauersteigerung ist in der unterschiedlichen Ausfallhäufigkeit von Innen- und Außenringen begründet. Für Lager aus kaltumgeformten Innen- und Außenringen liegen Erprobungsergebnisse vor, die eine weitere deutliche Steigerung der Tragfähigkeit besonders unter kombinierten Lastbedingungen erwarten lassen. Das Aufprägen einer sehr gleichmäßigen Spannungsverteilung durch den Walzvorgang führt zu einem, im Vergleich zu gedrehten Ringen, deutlich geringeren Härteverzug und gleichzeitig zu einer Verbesserung der Maßstabilität der Ringe bei der Endbearbeitung. Die verbesserte Maßstabilität führt zusätzlich in Verbindung mit den fehlenden Drehriefen an den Borden zu einer Verminderung der Laufgeräusche um 1 - 1,5 dB.



Weitere Vorteile


  • es können unterschiedliche, volumengleiche Rohrabmessungen verwendet werden
  • Gleichbleibende Oberflächengüte zwischen
    Rz 0,4 und 0,8 Mikrometer

      

  • Querschnitt eines Kaltgewalzten
    IR. 6217 VV
    (Geätzt, mit Faserverlauf)